Wo Prompts 2026 wirklich verkaufen — PromptBase vs. ChatGPT-Store vs. SellYourCode
Provision, Sichtbarkeit, Auszahlung, Zielgruppe: ein nüchterner Vergleich der drei wichtigsten Plattformen für Prompt-Creator.
Von Michael Pasberg
Wer 2026 Prompts produziert, hat drei realistische Verkaufskanäle: PromptBase (der Pionier), den ChatGPT-Store (mit GPT-Builder gekoppelt) und unsere Plattform SellYourCode. Alle drei taugen — aber für jeweils unterschiedliche Creator-Profile. Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Daten und unserer eigenen Stichprobe aus 200 Prompt-Verkäufen über alle drei Plattformen.
Schneller Überblick
| Kriterium | PromptBase | ChatGPT-Store | SellYourCode |
|---|---|---|---|
| Provision | 20 % | variabel (GPT-Builder-Programm) | 10 % (3 % ab Top-Tier) |
| Auszahlung | Stripe, ab 50 $ | GPT-Builder-Revenue-Share | Stripe Connect, ab 25 € |
| Zielgruppe | Promptgrafiken, Mid/SD | ChatGPT-Power-User | Indie Hacker, Vibe Coder |
| SEO-Sichtbarkeit | hoch (Domain-Authority) | gering (geschlossener Garden) | wachsend (siehe FAQ unten) |
| Lizenz-Modelle | Standard / Erweitert | Pay-per-Usage | Standard / Extended / Custom |
| Vorab-Prüfung | manuell, Tage | automatisiert | automatisiert + Stichproben |
PromptBase — wenn deine Prompts schön aussehen
PromptBase glänzt bei Bild-Prompts für Midjourney, Stable Diffusion und DALL-E. Die Galerie-UX ist auf visuellen Output optimiert: ein gutes Hero-Image verkauft dort dreimal mehr als ein generischer Text-Prompt.
Nachteile: 20 % Provision sind hoch, die Custom-Branding-Optionen für Creators gering, und nicht-visuelle Prompts (Business-Workflows, Coding-Prompts) gehen in der Galerie unter. Wer Text-Prompts verkauft, sollte PromptBase als einen Kanal sehen, nicht als Hauptkanal.
ChatGPT-Store — eingebaute Reichweite, geschlossener Garten
OpenAIs Store gibt dir Zugang zu ChatGPT-Power-Usern direkt im Tool. Das ist eine unfassbarwertvolle Distribution. Aber: dein „Prompt" muss als GPT (Custom-GPT) verpackt sein, du bekommst keinen Käufer-Kontakt, keine E-Mail-Liste, keine Kontrolle über Pricing, und das Revenue-Share-Modell ist intransparent.
Wer einen ChatGPT-nativen Workflow baut, sollte ihn dort listen — aber nicht nur dort. Ein Tag, an dem OpenAI die Regeln ändert, kann deinen Umsatz halbieren.
SellYourCode — für Creator, die Eigentum behalten wollen
Wir spielen anders: Stripe Connect, du bist Vertragspartner deines Käufers, E-Mail-Adressen + Newsletter-Tool gehören dir. Die Provision ist tiered (10 → 7 → 5 → 3 %) — wer regelmäßig liefert, kommt schnell in günstige Stufen. Außerdem:
- Prompt-Packs mit mehreren Versionen (GPT-4o, Claude, Midjourney) als ein Listing — passt zu Multi-Model-Workflows.
- Schutz vor Reverse-Engineering: Käufer sehen die Prompts erst nach Kauf, niemals in einer Preview-URL.
- Affiliate-System: andere Creator können deine Prompt-Packs gegen Provision empfehlen — bezahlt aus unserem Anteil, nicht deinem.
Nachteil heute: weniger organischer Traffic als PromptBase. Wir arbeiten an SEO-Sichtbarkeit — Pillar-Content wie dieser Artikel und ein wachsendes Sitemap mit dynamischen Prompt-Listings sind Teil davon.
Welche Plattform für welches Profil?
Bild-Prompt-Spezialist
Primär PromptBase. Nutze SellYourCode zusätzlich für „Erweiterte Lizenzen" (Kommerziell) — höhere Marge, gleiche Arbeit.
ChatGPT-Workflow-Builder
ChatGPT-Store für die Distribution, plus SellYourCode für „Premium-Version" mit Updates, Käufer-E-Mail-Liste und Multi-Model-Variationen.
Coding- / DevTool-Prompts
SellYourCode zuerst — unsere Zielgruppe (Indie Hacker, Vibe Coder) sucht genau das. Auf PromptBase gehen technische Prompts in der Galerie unter.
Was wir aus 200 Prompt-Verkäufen gelernt haben
- 19 € ist der Sweet-Spot für Prompt-Packs (5–10 Prompts). Darunter zu billig, darüber rechtfertigungspflichtig.
- Show, don't tell. Mindestens drei Beispiel-Outputs in der Listing — ohne Output keine Conversion.
- Updates verkaufen sich. Wenn GPT-5 erscheint und du die Prompts portierst, kannst du ein „v2-Pack" oder eine kostenlose Update-Lieferung anbieten — generiert Reviews und Wiederkäufer.
- Kategorisierung schlägt Tags. Käufer scrollen Kategorien, nicht Tag-Wolken. Wähle eine klare Hauptkategorie pro Listing.
Fazit
Keine Plattform ist die einzig richtige — Multi-Channel ist 2026 die ehrliche Antwort. Aber wenn du heute neu anfängst und Wert auf Eigentum legst (E-Mail-Liste, Branding, wiederholbare Verkäufe), gibt es einen klaren Startpunkt: SellYourCode-Listing erstellen, dort die ersten 10 Verkäufe machen, dann auf PromptBase oder ChatGPT-Store spiegeln.